Zitat von Günter Pucher
Nun, hat das damit zu tun, dass in höheren Lagen die Tiere später adult geworden sind? Von den Temperaturen her müßte es ja in den Niederungen längere Zeit was zu beobachten geben.
Ja, damit hat es wohl zu tun, auch leben sich dort oben die Tiere langsamer ab, müssen öfters Pausen machen.
Ich kann jetzt wieder eine Spur länger in den Schirm schauen, daher liefere ich nun meine Bilder nach.
Bemerkenswert ist, dass ich zuletzt öfters den Satz lesen konnte: "Chorthippus sind ohnehin nicht bestimmbar" oder so ähnlich. Das stimmt natürlich ganz und gar nicht. Wie Toni schon oft schrieb, lassen sich hier die Männchen schön nach den Gesängen auseinanderdividieren. Aber die Männchen sind auch an guten Fotos meist leicht auseinanderzuhalten. Also Weibchen eher links liegen lassen und auf die Gesänge achten.
Ich habe hier den einzigen brunneus 2x dabei, den ich an Hand des Gesangs aufgespürt habe. Man beachte den langgestreckten Körper dieser Art im Vergleich zum biguttulus und die unterschiedliche Flügelform. Das Stridulationsfoto ist mit 1/400 gemacht. Dass das Geräusch an einen Furz erinnern soll, ist mir bislang noch nicht aufgefallen, so schnell furzen wahrscheinlich die wenigsten.... 
Zu sehen ist auch das Gebirgshabitat dieses brunneus sowie der sehr vielen biguttulus. Ein anderes Habitatfoto zeigt die von Gebirgsfichten umrahmte "Feldwies" mit Libellentümpel. Hier findet sich Chorthippus montanus lokal im Sphagnum, hingegen an etwas weniger feuchten Stellen Ch. parallelus. Ein Weibchen mit orange getönten Schenkeln als Höhenform konnte ich finden, wäre zeitweilig ein alticola-Kandidat gewesen (aber die spitzen Flügel würden da nicht passen!).
VG Wolfgang